Der Bordesholmer Altar

Herzog Friedrich (1471-1533) und seine Frau stifteten den Altar, den Hans Brüggemann 1514-21 in seiner Husumer Werkstatt anfertigte.

Veronika
Bordesholmer Altar: Das Schweißtuch der Veronika

Die Altartafel, 12 m hoch und 7m breit, enthält fast 400 Figuren und ist in ihrer geistlichen Aussagekraft und künstlerischen Vollendung ohne Parallele.

Sie schildert die christliche Heilsgeschichte von Adam und Eva bis zum Jüngsten Gericht.

Im Zentrum stehen die Passions- und Auferstehungsgeschichten der Evangelien von der Gefangennahme Jesu bis zu den Erscheinungen des Auferstandenen.

Das Mittelfeld hebt Kreuztragung und Kreuzigung durch größere Formate hervor. Über der Kreuzigungsszene thront Maria als Himmelskönigin.

Altar SchemaHimmelfahrt und Pfingsten werden auf den Seitenflügeln abgebildet. Neben dem hochgezogenen Mittelteil sind Adam und Eva dargestellt. Über dem Ganzen schwebt Christus als Weltenrichter.

Die biblischen Mahlszenen im unteren Teil des Altars verweisen auf die Abendmahlsfeier im Gottesdienst und beziehen die Gemeinde in die Heilsgeschichte ein.

In der Gestaltung der Szenen hat Brüggemann sich zum Teil durch Albrecht Dürers „Kleine Passion“ inspirieren lassen. Seine eigene Meisterschaft zeigt sich in der ausdrucksvollen Individualisierung der Einzelfiguren.