Der St.-Petri-Dom in Schleswig

Dom
Dominneres

Jahrhunderte lang haben Menschen am Schleswiger Dom gearbeitet und gebaut, jahrhundertelang in seinen Mauern gebebet, gehofft, gesungen, gelacht und geweint.

Aus der Zeit der Romanik um das Jahr 1000 bis hinein in die Kunst des 20. Jahrhunderts reicht der Spannungsbogen, den bewußt oder unbewußt spürt, wer einen Rundgang macht.

Jede Generation hat sich diese Gotteshaus von Neuem angeignet, geprägt und sichtbare Spuren hinterlassen.

Kunstwerke von Weltrang snd so auf uns gekommen. Bekannt sind der Bordesholmer Altar und die wunderbaren, in manchem bis heute rätselhaften Fresken im Schwahl.

Weniger bekannt, aber nicht weniger bedeutend ist das repräsentative Renaisance-Grabmal für König Friedrich I. von Dänemark, der im Dom begraben liegt.

Dom
Der Dom im Frühling

Mit dem Namen Friedrich I. verbindet sich der tiefste Einschnitt in der Geschichte des Domes: die Reformation.

Nach den ersten tumultartigen Versuchen, im Dom evangelische Gottesdienste zu feiern, sorgte Friedrich für ein pragmatisches Vorgehen. Im Kirchenschiff durfte schon evangelisch gespredigt werden, während im hohen Chor noch der letzte römisch-katholische Bischof mit seinen Chorherren die Heilige Messe feierte.

Ein weiterer bedeutender Einschnitt war der Bau des Westturmes Ende des 19. Jahrhunderts. Mit seiner selbstbewußten Höhe manifestiert er unüberschaubar den preußischen Herrschaftanspruch auf Schleswig-Holstein.